8. Wochenende

Österreicher*innen zeigen, dass sie für eine sofortige Evakuierung der Lager an den Außengrenzen Europas und gegen die Abschiebepraxis sind. In ganz Österreich & sogar in Berlin vor der Österreichischen Botschaft gab es einen Solidaritätsprotest. Dort hat Peter Lorenz einen Protest für Auslandsösterreicher*innen organisiert. Hier sein Statement. Symbolisch warfen sie ihre österr. Pässe  auf den Boden um ihrem Unmut gegen die österrr. Politik auszudrücken.

Dieses Wochenende fand auch erstmals in Klagenfurt/Kärnten ein Protestlager statt. Neben Wien, Graz, Salzburg, Linz, Schwechat, St. Pölten und EisenstadtFür Kontakte geht auf die Links oder schreibt uns. Und natürlich einfach hinkommen. Untertags und abends mit Zelt.

In Innsbruck:

Man konnte wieder mit Straßenkreiden seinen Namen am Platz hinterlassen, unsere Foto-Ausstellung besichtigen, Kerzen entzünden, Infos zu den aktuellen Geschehnissen in den Lagern via Liveschaltung und Interviews erfahren, Kuchen gegen Spenden erwerben, eine Live Vernetzung mit den anderen Camps miterleben, toller Jazzmusik (Danke DREHWERK) lauschen und eine Videopremiere sehen.

#wirhabenplatz: Weltpremiere des Video-Projekts von Walter Rafelsberger. Bis jetzt sind über 60 Stellungnahmen aus ganz Österreich zusammengekommen, weitere Video-Clips können an Walter gesendet werden. 

Wir hatten in der Nacht dann überraschend einen Mit-Übernachter: Georg Willi - Bürgermeister von Innsbruck: "Von Samstag auf Sonntag habe ich mitgemacht: „Und noch ein Wochenende für Moria“ – zusammen mit tollen engagierten Menschen und dem Harfenisten Jakob. Die Nacht im Schlafsack vor dem Tiroler Landestheater war zwar sehr windig. Aber was ist eine Nacht gegen hunderte Nächte, die Flüchtlinge in Griechenland oder Bosnien bei jedem Wetter und schlechtesten hygienischen Bedingungen ausharren? Niemand versteht die ÖVP und ihre harte Haltung gegenüber Menschen auf der Flucht. Innsbruck ist bereit, Menschen aus den Lagern aufzunehmen. Wann kommt der Innenminister zur Vernunft?“ 

 

Mahnwachen in kleinen Gemeinde

Da hat sich - wie etwa in Reutte  in Tirol -eine MAHNWACHE bewährt.

Die Initiative Flüchtlinge Außerfern empfiehlt daher :

MAHNWACHEN - Tropfen für Tropfen

Mahnwachen können überall sein. Dabei sein können viele Leute – oder wenige. Die Absicht hinter dieser niederschwelligen Form von Protest ist, dass in immer mehr Gemeinden solche Kundgebungen stattfinden – alle zur gleichen Zeit – Woche für Woche.

Wenn etwa in einem Bundesland 30 Gemeinden, regelmäßig Mahnwachen durchgeführt werden, ist es beispielsweise für die jeweilige Landesregierung nicht mehr so leicht, ausschließlich Partei- und nicht Bürgerräson zu zeigen.

Wir ermuntern alle, wenn sich eine kleine Gruppe vor Ort bildet, die das Unterfangen trägt, diese Protestform im Heimatdorf zu übernehmen   . Übrigens – der Kreativität vor Ort sind keine Grenzen gesetzt. Eine Hinweistafel, ein Bodentransparent genügt. Und vielleicht bringt man den Pfarrer dazu  immer um die vereinbarte Zeit die Glocken laut zu schlagen? Etwa um 12 Uhr Mittag.

Kontakt nach Reutte für Rückfragen gerne per Mail.

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